Lehrstuhl Pädagogik bei geistiger Behinderung und Verhaltensstörung
print

Links und Funktionen

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Examensfeier Frühjahr 2017: Verabschiedung unserer „frisch examinierten“ Student/-innen

27.06.2017

 examensfeier

Die Freude ist groß, wenn unsere Studierenden am Lehrstuhl am Ende ihres Studiums der Sonderpädagogik ihren Prüfungsmarathon hinter sich gebracht haben und endlich wissen, dass Sie ihr 1. Staatsexamen für das Lehramt an Förderschulen in Bayern erfolgreich bestanden haben. Grund genug unseren frisch Examinierten zu gratulieren und sich von Ihnen zu verabschieden, um sie in das Referendariat zu entlassen, wo sie mit dem Wissen und ihren theoretischen Kompetenzen, aber auch ihren gefestigten Haltungen und Reflexionskompetenzen im Rücken intensiv praktisch auf die Förderarbeit in den Schulen vorbereitet werden.
Nach jedem Prüfungsdurchgang lässt es sich das Team des Lehrstuhls um Prof. Markowetz deshalb nicht nehmen alle Absolventinnen und Absolventen zu einem kleinen Stehempfang hoch droben im 5. Stock vor den Büros und dem Sekretariat des Lehrstuhls für Pädagogik bei geistiger Behinderung und Pädagogik bei Verhaltensstörungen im Haus 3 des „Schweinchenbaus“ der LMU in der Leopoldstraße 13 einzuladen. Dort neben dem Aufzug und den Bänken, auf denen die Studierenden auf Prüfungen gewartet haben, sich in Listen eingetragen haben und uns mit ihren Anliegen aufgesucht haben, wird dann in lockerer Atmosphäre gefeiert, so auch am Dienstag, den 27. Juni 2017! Rund 30 Absolventinnen haben es sich nicht nehmen lassen und sind der Einladung gefolgt.
Nach der Begrüßung und einem ersten Willkommensschluck gelang es Prof Markowetz in seiner Ansprache an die Studierenden und das Team der Lehrenden Blicke zurück nach vorn zu werfen. Nach 9 Semestern Studium hat man viel gemeinsam erlebt, kann Erinnerungen wach rufen, an die schönen Momente auf Exkursionen und andere „außercurriculare“ Veranstaltungen erinnern, aber auch an viele kleine Treffen und Gespräche im Fahrstuhl oder in der Mensa anknüpfen. Und ach ja, auch die eine oder andere Krise ansprechen, bei denen wir Dozenten versucht haben zu begleiten und zu helfen, damit unsere Studierende auch solche Talsohlen überwinden. All das schafft Vertrauen und gegenseitiges Verständnis, das auch uns Dozenten von Semester zu Semester mehr von unseren Studierenden entgegengebracht wurde, vor allem dann wenn Krankheit oder andere tragische Ereignisse die Stabilität und das geregelte Funktionieren des Teams auf die Probe stellen.
Ein solches Verhalten zeugt davon, dass unsere Studierende nicht nur viel gelernt haben, sondern zu Persönlichkeiten gereift sind, die ganz sicher den pädagogischen Takt im Umgang mit schwierigen Schülern finden und obendrein noch einen guten fördernden Unterricht in den Häusern des Lehrens und Lernens manchen werden. Dies in Zeiten wo viele Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf an den bayerischen Förderschulen wie in der Inklusion auf solch kompetente junge und engagierte Lehrer schon heute sehnsüchtig warten.
Und weil die Zeugnisse des Staatsexamen noch nicht geschrieben waren und auch gar nicht von der Uni sondern vom Kultusministerium per Post zu den Studierenden kommen, verabschiedet Prof. Markowetz die frisch examinierten bald „Nicht-Mehr-Studierenden“ symbolisch mit einer Rose und ein paar persönlichen Worten beim Gratulieren. Natürlich lassen es sich auch die Studierenden nicht nehmen uns zurückzumelden, was sie so bewegt hat und wohl in Erinnerung bleiben wird. Am Ende kommt auch immer etwas Wehmut auf und manche fragen sich, ob es das nun wirklich gewesen sein soll. Aber es dauert nicht lange, dann wird um die Stehtische herum wieder geratscht, gelacht, geknabbert, mit Sekt angestoßen und sich gegenseitig versprochen in Kontakt zu bleiben.
Schön dann zu wissen, dass wir unseren Studierenden wieder begegnen werden, dann wenn Sie als dringende benötigte Lehrerinnen und Lehrer im bayerischen Schulsystem Fuß gefasst haben, ihren so wertvollen Job machen und anfangen etwas zurück an die UNI zu geben, als Mentorin für die nächsten Generationen unserer Studierenden, als Lehrbeauftragte, abgeordnete Lehrkräfte zur Stärkung des so wichtigen Theorie-Praxis-Bezugs oder gar als jemand, der in der Praxis gelernt hat, dass auch und gerade die Theorie ihren Wert hat für die Bewältigung und das Nachdenken des Alltags, um sogar zu promovieren und sicherzustellen, dass die Qualität der universitären Ausbildung an der LMU noch lange erhalten bleibt und dabei hilft, dass sich unsere Schule in Zeiten von Inklusion gut begründet und zielführend zum Wohle der Kindern mit Behinderungen und Benachteiligungen kompetent weiter entwickeln können.
Entlassen wir Sie also unsere ehemaligen Studierenden und zukünftigen Kollegen, als neue Bündnispartner, die sich ab sofort auf Augenhöhe mit uns für die Belange von Menschen mit Behinderungen stark machen und dafür sorgen, dass das demokratisch verbriefte Recht auf Erziehung, Bildung und umfängliche Rehabilitation in unseren Schulen lebt und dort bunt entfaltet wird. Bewahren sie sich ihr Engagement, ihre sonderpädagogische Haltung zum Menschen. Bleiben Sie frech und mutig um sich für besonders benachteiligte Kinder und Jugendliche mit einem hohen Exklusionsrisiko professionell einzusetzen und im bayerischen Schuldienst erfolgreich den Aufgaben und Herausforderungen zu stellen!
Schön, dass Sie bei uns studiert haben und auch ein DANKE für die Zeit, die wir dabei miteinander verbringen durften. Für Ihre Zukunft wünschen wir Ihnen alles Liebe und Gute, viel Glück, Gesundheit und immer die nötige Gelassenheit!


Prof. Markowetz und das gesamte Team am Lehrstuhl