Prof. Dr. Joachim Kahlert - Lehrstuhl für Gundschulpädagogik und -didaktik
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Theoriebildung in der Grundschulpädagogik

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An Schule und Unterricht werden häufig Ratschläge, Wünsche und Anforderungen adressiert, die theoriearm sind und gerade darum in der Praxis nicht greifen können. Manche „wissenschaftlich“ begründete Anforderung entpuppt sich im Hinblick auf ihre Umsetzbarkeit als wenig durchdacht. Das gleiche gilt mitunter auch für bildungspolitisch begründete Anforderungen sowie für eine Fülle an Ratgeberliteratur. Die Gestaltung von Schule und Unterricht und die Kommunikation über Schule und Unterricht sind in ein hoch ausdifferenziertes und damit komplexes Bedingungs- und Entscheidungsgefüge eingebunden.

Grundlegende Bildungs- und Erziehungsziele, anerkanntes fachdidaktisches und (grund)schulpädagogisches Wissen, gültige Lehrplänen gehören ebenso dazu wie die Berücksichtigung von Lernvoraussetzungen einer heterogenen Schülerschaft, professioneller Standards der Lehrerarbeit und institutioneller Rahmenbedingungen von Schule und Unterricht. Angesichts dieses komplexen Bedingungsgefüges, in das die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern eingebettet ist, benötigen Lehrerinnen und Lehrer, Studierende sowie Lehrende an Hochschulen und in Ausbildungsseminaren, aber auch die unterrichtsbezogene Forschung einen Verständigungsrahmen, der die Kommunikation über Unterricht und Schule hinreichend konzentriert.

Einen solchen Verständigungsrahmen bietet eine Theorie des Grundschulunterrichts, die aufgrund der Dynamik sowohl einschlägiger wissenschaftlicher Erkenntnisse als auch des gesellschaftlichen Wandels (Erfahrungen der Kinder; Herausforderungen der Zukunft) ständig weiterentwickelt werden muss.