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Aktuelle Dissertationen am Lehrstuhl für Schulpädagogik
Fallbasiertes Lernen in der Lehrerbildung: Aus dem, was wirklich ist, lernen, was möglich ist (Florian Ascher)
Evaluation des AGIL-Stressbewältigungstrainings im Rahmen des LeguPan-Projekts (Kristina Baum)
Lehrerangst - Eine präventive Studie mit Lehrerinnen und Lehrern aus Bayern und Nordrhein-Westfalen (Ruth Baumann)
Professionalität und reflexives Selbst in der Lehrerbildung - Das professionelle Selbst als Entwicklungsaufgabe (Agnes Braune)
TrainerIn im Arbeitsfeld Konfliktbehandlung an Schulen/Schulmediation - Evaluation einer berufsbegleitenden Ausbildung von Lehrkräften und Sozialpädagogen in der Schulsozialarbeit (Petra Henkel)
Anforderungsanalyse für Lehrerinnen und Lehrer der Haupt- und Realschule (Christian Huber)
Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Sicht von studentischen Förderlehrern - eine Analyse bedeutsamer Situationen (Markus Kollmannsberger)
Was Grundschullehrkräfte können müssen: Eine empirische Analyse beruflicher Anforderungen für Lehrerinnen und Lehrer der Primarstufe (Tobias Tretter)
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Florian Ascher
Fallbasiertes Lernen in der Lehrerbildung: Aus dem, was wirklich ist, lernen, was möglich ist
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Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens: Das Promotionsvorhaben beschäftigt sich mit einem unterrichtsmethodischen Ansatz, der bereits u.a. in den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie der medizinischen Diagnostik und Anamnese langjährige Verwendung findet, dem so genannten "fallbasierte Lernen". Dabei handelt es sich um eine pädagogisch-didaktische Auseinandersetzung mit authentischen Fällen aus dem Arbeitsalltag, die häufig auch als "Fallmethode", "Fallarbeit", "Fallbearbeitung" oder - nach ihrem Ursprung - "Harvard-Methode" genannt wird. Auf der Basis eines vorgegebenen Falles sollen Studierende in der selbstständigen Erarbeitung von Lerninhalten geschult und in der Entwicklung fachspezifischer Grund- und Schlüsselkompetenzen aus- und weitergebildet werden. Der Fall dient hierbei als Ausgangspunkt und Katalysator von Lernprozessen bei den Studierenden.
Empirische Untersuchungen legen den generellen Befund nahe, dass fallbasiertes Lernen v.a. die Entwicklung anwendungsorientierten Wissens fördert (z.B. Christensen & Hansen, 1987) und sich besonders positiv auf die Motivation, das Studieninteresse und die subjektive Zufriedenheit der Studierenden auswirkt (z.B. Wade, 2000; Wassermann, 1994). Ferner scheinen insbesondere Studierende mit substanziellem Vorwissen, einem konstruktivistischen Wissensverständnis und einer hohen Bereitschaft zur Selbststeuerung ihres Lernprozesses von der Didaktik des fallbasierten Lernens zu profitieren (z.B. Lundeberg, 1999).
Der Forschungsschwerpunkt der Dissertation konzentriert sich v.a. auf den Einsatz von fallbasierten Lernseminaren in der Lehrerbildung und verfolgt primär diese Fragestellungen:
- Was leisten fallbasierte Lernseminare in der Lehrerbildung hinsichtlich des Lernerfolgs, des Lernprozesses und der subjektiven Zufriedenheit von Studierenden?
- Welche Studierenden profitieren in der Lehrerbildung besonders von fallbasierten Lernumgebungen?
Zur Erforschung dieser Fragestellungen werden 3 Experimentalseminare mit identem Studieninhalt ("Erziehung in der Schule") didaktisch unterschiedlich unterrichtet: Zwei Seminare sollen fallbasiert durchgeführt werden (einmal mit und einmal ohne instruktionale Unterstützung durch den Dozenten), das dritte Seminar hingegen wird - als eine Art "Kontrollseminar" - als klassisches Referateseminar implementiert. Vermittels Pre- und Posttests werden das Vorwissen wie auch der Erfolg des Wissenserwerbs am Ende der drei Seminare erhoben. über Fragebögen erfolgt zudem eine Erhebung zufriedenheitsrelevanter Aspekte wie z.B. Motivation, Relevanz, Studieninteresse etc.
Von den Ergebnissen der Untersuchung werden weitere Erkenntnisse über den Nutzen des fallbasierten Lernens als Instrument in der Lehrerbildung erwartet.
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Kristina Baum
Evaluation des AGIL-Stressbewältigungstrainings im Rahmen des LeguPan-Projekts
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Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens: Können im Rahmen eines präventiven Stressbewältigungstrainings für Lehrer Symptome von Stress und psychischer Belastung wirkungsvoll verringert werden? Zur Beantwortung dieser Frage werden im Rahmen dieser Dissertation Daten aus dem von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Projekt "LeguPan: Lehrergesundheit - Prävention an Schulen" ausgewertet. Seit den alarmierenden Zahlen zur Frühpensionierung von Lehrkräften an deutschen Schulen in den Neunziger Jahren hat das Thema Lehrergesundheit zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit erlangt. So sind Lehrkräfte in hohem Maße von psychosomatischen Erkrankungen, allen voran depressiven Störungen betroffen. Zur Behandlung psychosomatisch erkrankter Lehrer wurde von Hillert & Mitarbeitern das berufsspezifische Stressbewältigungstraining "AGIL - Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf" entwickelt. Wesentliche Inhalte des Trainings sind Psychoedukation zu Stress und Stressfolgen, Umgang mit stressfördernden Kognitionen, Erprobung praktischer Möglichkeiten zur Belastungsreduktion z.B. im Rahmen von Rollenspielen und Nutzung effektiver Erholungsmöglichkeiten. Die Vermittlung dieser Inhalte ist auch außerhalb des stationären Settings zur Erweiterung der Stressbewältigungskompetenzen von Lehrkräften geeignet und kann dazu beitragen, einer Krankheitsentwicklung vorzubeugen. Im Rahmen des LeguPan-Projekts wurde das Training dementsprechend an einen solchen primär-präventiven Kontext angepasst und in zunächst 12 Trainings mit insgesamt mehr als 100 Teilnehmern an allgemeinbildenden Schulen in Bayern und Nordrhein-Westfalen eingesetzt. Im Rahmen der Evaluation werden Daten zwei Monate vor dem Training (t0), direkt vor Beginn des Trainings (t1), nach Abschluss des Trainings (t2) sowie katamnestisch ein Jahr nach Abschluss des Trainings (t3) erhoben. In der Auswertung wird zunächst zur Überprüfung der allgemeinen Wirksamkeit des Trainings die Entwicklung von Indikatoren für Stresserleben und psychische Symptomatik (Schlafqualität und Depressivität) über die Messzeitpunkte hinweg betrachtet. Um den Wirkmechanismus des Trainings und Bedingungen für die Aufrechterhaltung von Veränderungen durch das Training zu klären, soll darüber hinaus theoriegeleitet überprüft werden, ob die Ausprägung bestimmter Merkmale zu früheren Messzeitpunkten davon die Ausprägung davon abhängiger Merkmale zu späteren Messzeitpunkten vorhersagt. Im Rahmen der Dissertation werden somit detaillierte Aussagen zur Wirksamkeit von Stressbewältigungstrainings für Lehrer gewonnen, die bei der weiteren Anwendung in der Praxis genutzt werden sollen.
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Projektzusammenhang
Projekt "LeguPan - Lehrergesundheit: Prävention an Schulen"
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Kooperationspartner
Schön Klinik Roseneck in Prien/Bayern (Prof. Dr. Dr. Andreas Hillert) und St. Augustinus Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Neuss/Nord-Rehin-Westfalen (Dr. Martin Köhne)
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Ruth Baumann
Lehrerangst - Eine präventive Studie mit Lehrerinnen und Lehrern aus Bayern und Nordrhein-Westfalen
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Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens: Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens: Lehrkräfte nehmen eine wichtige und entscheidende Rolle in unserem Bildungssystem ein. Sie sind in großem Maß für Wissenstransfer und Erziehung der Heranwachsenden verantwortlich, sie sind Respektspersonen. Angst und Hemmungen der Lehrenden selber sind in unserer Gesellschaft daher ein Tabuthemen. Dennoch ist das Umfeld von Lehrkräften stark von Unsicherheiten geprägt. Mit diesen Unsicherheiten angemessen umzugehen, spielt im Alltag des Lehrers deshalb eine große Rolle und ruft Ängste hervor. Kann diesen Ängsten entgegengetreten werden?
Vor diesem Hintergrund richtet sich das Forschungsinteresse auf die Möglichkeit einer ressourcenorientierten Prävention von Lehrerangst sowie auf die Zusammenhänge von Lehrerängsten mit verschiedenen anderen Merkmalen des Lehrers. Die Erhebung entsprechender Befunde stützt sich auf das Forschungsprojekt "LeguPan" (Lehrergesundheit: Prävention an Schulen). Durch einen parallelen Einsatz zweier verschiedener Präventionsprogramme soll festgestellt werden, welche Zugangsart sich für eine Verringerung des Angsterlebens bei Lehrkräften eignet: eine Schulung in gesundheitsförderlichem Verhalten oder eine Stärkung fachlicher Kompetenzen. Lehrerangst und -stress wird dabei durch das von Lukesch und Stahl (2011) entwickelte Lehrer-Angst- und Stress-Inventar (LASI) erfasst. Auf Basis weiterer Erhebungsinstrumente aus dem LeguPan-Projekt wird der Fragestellung nachgegangen, ob sich die erhobenen Kriterien durch präventive Maßnahmen verändern - sich also positive Auswirkungen mit Bezug auf die Gesundheit von Lehrpersonen und speziell auf den Grad der Angst feststellen lassen. Weiter sollen die Zusammenhänge von Angst mit verschiedenen Merkmalen des Lehrers aufgezeigt werden. Schließlich soll eine Frage beantwortet werden: Lässt sich durch präventive Maßnahmen das Angsterleben bei Lehrkräften verringern? Und wenn ja, auf welche Art und Weise.
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Projektzusammenhang
"LeguPan - Lehrergesundheit: Prävention an Schulen"
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Kooperationspartner
Schön Klinik Roseneck in Prien/Bayern (Prof. Dr. Dr. Andreas Hillert) und St. Augustinus Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Neuss/Nord-Rehin-Westfalen (Dr. Martin Köhne)
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Agnes Braune
Professionalität und reflexives Selbst in der Lehrerbildung - Das professionelle Selbst als Entwicklungsaufgabe
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Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens: Der Lehrberuf zeichnet sich durch ein komplexes und ambivalentes Berufsfeld aus, das nicht in allen Bereichen eine Standardisierung zulässt. Bisher bestehende Professionstheorien vernachlässigen hinsichtlich der domänenspezifischen Perspektive biografische Voraussetzungen, die - gerade im Lehrberuf - das Handeln beeinflussen. Zudem werden in den Professionstheorien die unterschiedlichen Tätigkeiten variierenden Belastungen zu wenig berücksichtigt. Davon ausgehend, dass es sowohl stabile, kaum trainierbare Persönlichkeitsmerkmale aber auch trainierbare Fertigkeiten und Fähigkeiten gibt, wird folgenden Fragen nachgegangen:
- Müssen hinsichtlich einer Professionstheorie für den Lehrberuf die pädagogische Dimension und die Dimension des Reflexiven Selbst ergänzt werden?
- Welche Rolle spielen die in der Biografie erworbenen Selbstkompetenzen hinsichtlich professionellen Lehrerhandelns?
- Muss das Reflexive Selbst als Entwicklungsaufgabe in die Lehrerbildung eingebunden werden?
Die Arbeit geht zunächst auf bestehende Professionstheorien ein, die aus gesellschaftlicher, interaktionistisch-rollentheoretischer, pädagogischer, kompetenzorientierter, wissensbasierter und handlungsorientierter Perspektive betrachtet werden. Im Anschluss werden Anforderungen und Belastungen auf individueller Ebene sowie Schul- und Systemebene betrachtet. In diesem Zusammenhang wird auch auf die im Lehrberuf häufig diagnostizierte Burnout-Erkrankung eingegangen und welche Konsequenzen dies für die Lehrerbildung mit sich bringt. In Anlehnung an die von A. Schmidt (2008) entwickelte Struktur, wie eine professionelle von einer nicht-professionellen Tätigkeit abgegrenzt werden kann, wird der Lehrberuf dahingehend überprüft. Die von Schmidt dargestellten Dimensionen Kompetenzdimension, Leistungsdimension, äußere horizontale und vertikale Strukturdimension, innere Strukturdimension sowie Handlungs- und Habitusdimension werden durch die pädagogische Dimension (Standards der Lehrerbildung) und die Dimension des Reflexiven Selbst (Biografie, Individualität, Selbst) erweitert.
Zur Überprüfung der theoretischen Annahmen wurde im Rahmen des Projekts "Wirksamkeit von Lehrerbildung" 130 Lehramtsstudierenden im 6. Semester ein Fragebogen mit folgenden Inhalten vorgelegt:
- Einschätzung des bevorstehenden Referendariats in Bezug auf den Unterrichtung und den Umgang mit Schülern, die Beurteilung und Förderung von Schülern, die Selbstorganisationsfähigkeiten, sowie Passung und Anpassung;
- Extrinsische und intrinsische Lebensziele (basierend auf Deci & Ryan bzw. Kasser & Ryan 1997/1993 in der deutschen Version von Klusmann, Trautwein & Lüdtke 2005);
- Ressourcen und Selbstmanagementfähigkeiten (basierend auf M. Jack, 2001 und die dort verwendeten Skalen);
- Selbstwirksamkeitserwartung (Schwarzer & Jerusalem, 1999);
- Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster (Schaarschmidt, 1999).
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Projektzusammenhang
Projekt "Wirksamkeit von Lehrerbildung - Kompetenzentwicklung und Biografiemanagement in der dreiphasigen Lehrerbildung"
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Kooperationspartner
Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik an Universität Passau (Prof. Dr. Guido Pollak)
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Petra Henkel
TrainerIn im Arbeitsfeld Konfliktbehandlung an Schulen/Schulmediation - Evaluation einer berufsbegleitenden Ausbildung von Lehrkräften und Sozialpädagogen in der Schulsozialarbeit
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Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens: Konflikte und gewaltsame Auseinandersetzungen gehören inzwischen zum Schulalltag von Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen und aller Schularten. Die bewusste Auseinandersetzung mit Konflikten, das Erleben und Erlernen konstruktiver Konfliktlösungen beschäftigt alle am Schulleben Beteiligte.
Zur TrainerIn im Arbeitsfeld Konfliktbehandlung an Schulen werden in einer einjährigen berufsbegleitenden Ausbildung Schulsozialarbeiter im Tandem mit Lehrkräften ausgebildet. In 4 Präsenzmodulen werden die Tandems mit Möglichkeiten der Gewaltprävention im Klassenverband, Techniken der Konfliktmoderation und Konfliktmediation vertraut gemacht. Die Phasen zwischen den Präsenztagen dienen der Umsetzung in der Praxis und werden vor Ort von den Ausbilderinnen begleitet. Die Ausbildung zielt auf unterschiedliche Ebenen:
- vermittelnde Zielgruppe sind Schulsozialarbeit und Lehrkräfte, die
- im Umgang mit Konflikt und Gewalt sensibilisiert und handlungskompetent gemacht werden;
- die Endzielgruppe sind Schüler und die im Lebensraum Schule Beteiligen.
Evaluation:
- Evaluationsebene 1/Mittlerebene: Überprüfung der Kursinhalte, methodisch/didaktisches Vorgehen in der Weiterbildung, Lernerfolge der Teilnehmer;
- Evaluationsebene 2/Zielebene: Auswirkungen der Interventionsmaßnahmen auf das Schulleben, Wirksamkeit und Anwendbarkeit der erworbenen Kursinhalte werden evaluiert.
Methodische Vorgehensweise:
In der Evaluation wird mit folgenden qualitativen Methoden gearbeitet:
- standardisierter Fragebogen zu Beginn der Ausbildung
- Fallbearbeitung vor und während des Kursverlaufes
- standardisierter Fragebogen am Ende des letzten Ausbildungsmoduls
- Leitfaden gestütztes Interview getrennt nach Berufsgruppen
- Teilnehmende Beobachtung
- Follow-up Fragebogen nach einem Jahr
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Christian Huber
Anforderungsanalyse für Lehrerinnen und Lehrer der Haupt- und Realschule
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Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens: In diesem Promotionsvorhaben wird empirisch untersucht, welche Anforderungen an Lehrkräfte der Haupt- und Realschule im beruflichen Alltag gestellt werden. Ziel ist es, ein differenziertes, schulartspezifisches Anforderungsprofil zu erstellen.
Als Basis für die Untersuchung dient der Fleishman Job Analysis Survey (F-JAS), der im Rahmen der Arbeit bereits ins Deutsche übersetzt, an den Lehrerberuf angepasst und teilweise erweitert wurde. Bei Expertenworkshops mit Erziehungswissenschaftlern, Schulleitern, Seminarleitern und Lehrkräften wurden zum einen quantitative Daten mit Hilfe des F-JAS erhoben und zum anderen qualitative Daten im Rahmen eines moderierten Expertengesprächs gewonnen. Durch Triangulation der quantitativen und qualitativen Daten ergibt sich die Möglichkeit sehr klar darzustellen, auf welchem Niveau einzelne Anforderungen an Lehrkräfte gestellt werden und wie gut einzelne Fähigkeiten beherrscht werden müssen, um im Beruf erfolgreich zu sein.
Weitere Untersuchungen gleichen Designs, die jeweils Anforderungen an Grundschul- und Gymnasiallehrkräfte untersuchen, finden zeitgleich am Lehrstuhl statt und eröffnen die Möglichkeit des Vergleichs der Anforderungen an Lehrkräfte der unterschiedlichen Schularten.
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Projektzusammenhang
Projekt "Anforderungsanalyse für den Lehrberuf"
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Kooperationspartner
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Dr. Viktor Oubaid)
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Markus Kollmannsberger
Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Sicht von studentischen Förderlehrern - eine Analyse bedeutsamer Situationen.
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Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens: Die Stiftung Mercator unterstützt bundesweit Initiativen zur Verbesserung der sprachlichen und fachlichen Fähigkeiten von jungen Migrantinnen und Migranten durch außerschulischen Förderunterricht. Im Förderunterricht erhalten Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund zusätzlich zum regulären Schulunterricht kostenfreien Sprach- und Fachunterricht durch Lehramtsstudierende in Kleingruppen. Die Lehramtsstudierenden haben die Möglichkeit, eigenverantwortlich zu unterrichten und Erfahrungen im Umgang mit heterogenen Schülergruppen zu sammeln.
Das Projekt wird durch eine Evaluation begleitet, welche den Fokus auf die studentischen Förderlehrkräfte setzt. Neben der quantitativen Erhebung von Input (z.B. Vorwissen der Förderlehrer), Prozess (Durchführung des Förderunterrichts) und Output (z.B. Einschätzung des Lernerfolgs) werden im Rahmen einer Analyse kritischer Ereignisse bedeutsame und für den Förderunterricht spezifische Situationen mittels Grounded Theory herausgearbeitet. Ziel ist die systematische, theorieentwickelnde Darstellung des Erlebens und der Verarbeitung dieser Situationen durch die studentischen Förderlehrkräfte, um die Betreuung durch die Projektgruppe optimieren und letztlich einen Beitrag zur Professionalisierung von Lehramtsstudierenden leisten zu können.
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Projektzusammenhang
Projekt "Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund" am Standort München.
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Kooperationspartner
Landeshauptstadt München, Sozialreferat, Stelle für interkulturelle Arbeit; Stiftung Mercator; Initiativgruppe - Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V.; Landeshauptstadt München, Schul- und Kultusreferat; LMU München: Lehrstuhl Schulpädagogik, Department I Germanistik, Deutsch als Fremdsprache/ Didaktik der deutschen Sprache; Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus; Staatliches Schulamt Bayern.
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Tobias Tretter
Was Grundschullehrkräfte können müssen: Eine empirische Analyse beruflicher Anforderungen für Lehrerinnen und Lehrer der Primarstufe
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Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens: In der derzeitigen schul- und grundschulpädagogischen Forschung betreffen viele Fragen die Professionalisierung (vgl. Bauer, Kopka & Brindt, 1999; van den Berg, 2002) und die Ausbildung von Lehrkräften (vgl. Terhart, 2000). Eine empirische Analyse beruflicher Anforderungen wäre dabei von grundlegender Bedeutung. Was eine Lehrkraft können muss, ist jedoch nicht nur aus wissenschaftlichen Gründen wichtig, sondern besitzt auch, z.B. für Studierende, die ein Lehramt anstreben, große praktische Relevanz. Schließlich liegt die derzeitige Abbruchquote der Lehramtsstudierenden bei 8% (vgl. Heublein et al., 2008, 12). Analysiert man folglich die bestehende Forschungsliteratur zu Anforderungsprofilen von Lehrkräften - also zur grundlegende Frage, was eine Lehrkraft können muss - ist festzustellen, dass das notwendige Wissen und Können der Lehrer nach wie vor nicht festgelegt ist (Ebner, 2003, 123). So stellte Prof. Bernhard Sieland auf der deutschen Lehrertagung 2007 fest:
"Für den Lehrerberuf gibt es allerdings weder eine verbindliche Arbeitsanalyse noch ein vereinbartes Anforderungsprofil. Insbesondere fehlen arbeitspsychologische Untersuchungen, aus denen sich eine ,Normalleistung' und Anforderungsprofile für die verschiedenen Schularten ableiten ließen" (Sieland, 2007, 61).
Mit anderen Worten: Durch das Fehlen von Anforderungsanalysen im Lehrerberuf besteht ein erhebliches Forschungsdefizit, welchem - zumindest im Bereich der Grundschulpädagogik - mit diesem Promotionsvorhaben begegnet wird. Eingebunden ist die Arbeit in ein gemeinsames Projekt, bei dem Lehrkräfte, Rektoren und Seminarleiterinnen sowie einschlägige Professoren sowohl quantitativ als auch qualitativ aus Grund-, Haupt und Realschule befragt wurden. Hierzu diente zum einen die übersetzte und auf den Lehrerberuf adaptierte Form des F-JAS (Fleishman Job Analysis Survey, Fleishman, 1998) sowie im Rahmen von Workshops durchgeführte Gruppendiskussionen. Zusätzlich fand eine Nacherhebung der wichtigsten Fähigkeiten und Eigenschaften zum Zweck der Triangulation statt.
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Projektzusammenhang
Projekt "Anforderungsanalyse für den Lehrberuf"
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Kooperationspartner
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Dr. Viktor Oubaid)
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