Lehrstuhl für Schulpädagogik
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Inklusion

Warum beschäftigen wir uns in der Schulpädagogik mit Inklusion?

Ausgangspunkt aller Entwicklungen zu Inklusion ist die Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) der Vereinten Nationen im März 2009. Mit deren Ratifizierung hat sich Deutschland zur Umsetzung von Inklusion verpflichtet. Ziel ist die Ausgestaltung eines inklusiven Bildungssystems. Inklusiver Unterricht ist Aufgabe aller Schulen, weshalb Inklusion insbesondere für die allgemeinen Schulen eines der großen Themen der kommenden Jahre sein wird. Vielfältige Gründe machen die Entwicklung hin zu einem inklusiven Schulsystem zu einer schwierigen Aufgabe.

Dieser Ausgangssituation nimmt sich der Lehrstuhl für Schulpädagogik sowohl in Forschung als auch der Lehre verstärkt an. In der Lehre erfolgt die Konzeption eines Inklusionspädagogischen Grundlagenmoduls mit mehreren verschiedenen Bausteinen. In der Forschung bestehen vielfältige Aktivitäten in unterschiedlichen Projektzusammenhängen.

Welche aktuellen Forschungsprojekte gibt es?

Aktuelle Projekte zum Thema Inklusion fokussieren vor allem auf die Umsetzung von inklusiver Beschulung, auf eine Professionalisierung von pädagogischem Personal sowie auf (multiprofessionelle) Kooperation Lehrender und anderer Professionen.

Weitere Informationen

Wie wird Inklusion in der Lehre in Schulpädagogik aufgegriffen?

In den letzten Jahren wird am Lehrstuhl für Schulpädagogik ein Inklusionspädagogisches Grundlagenmodul etabliert, das sich aus mehreren Bausteinen zusammensetzt. Die übergeordnete Zielsetzung aller Bausteine ist eine Professionalisierung von (angehenden) Lehrkräften mit Blick auf die fortschreitende Inklusion. Die Bausteine dienen einer Stärkung des Berufsfeldbezugs und einer gesundheitsförderlichen Ressourcenorientierung, indem

  1. Schwerpunkte auf aktuellen schulischen und bildungspolitischen Entwicklungen von Inklusion und Ressourcenorientierung von Bildungspersonal liegen,
  2. realistisches Handlungswissen und realistische Vorstellungen über das zukünftige Berufsfeld vermittelt werden, und
  3. ressourcenorientiert Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, sich auf zukünftige Anforderungen und schulische Entwicklungen vorzubereiten und diese zu bewältigen.

Dazu wurden und werden, verknüpft mit aktuellen Forschungsprojekten des Lehrstuhls, folgende Bausteine konzipiert:

  • ein virtuelles Seminar ("Inklusion - Zukunftsaufgabe für Schule und Schulsystem") und ein Lehrfilm,
  • eine Online-Umgebung mit Reflexionsmöglichkeiten und Entwicklungsaufgaben,
  • Lehrinhalte, die in allen Modulseminaren des Lehrstuhls (Modul 2) für alle Studierenden angeboten werden,
  • Erarbeitung von Basiswissen zu Inklusion und Sonderpädagogik (Projekt "BAS!S).

Weitere Informationen

Welche unserer Materialien können Sie nutzen?

Im Sinne des Praxisbezuges und der Anwendungsorientierung entwickelt der Lehrstuhl vielfältige Materialien zum Thema Inklusion. Folgende Materialien stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Literatur - Wo bekommen Sie mehr Informationen über unsere Forschung zu Inklusion?

Im Folgenden findet sich eine Auswahl an Publikationen des Lehrstuhls zum Thema Inklusion. Weitere Veröffentlichungen, auch zu verwandten Themenfelden wie Interkulturalität oder Heterogenität, finden sich auf den jeweiligen Seiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Bücher und Buchkapitel

  • Kiel, E. & Kahlert, J. (2016). Ist Inklusion gerecht? In T. Eckert & B. Gniewocz (Hrsg.), Bildungsgerechtigkeit (S. 17-26). Wiesbaden: VS.
  • Kiel, E. & Weiß, S. (2016). Was charakterisiert Lehrerhandeln in Förder- und Regelschulen? Kontraste als Ausgangspunkt einer Annäherung in der Inklusion. In T. Sturm, A. Köpfer & B. Wagener (Hrsg.), Bildungs- und Erziehungsorganisationen im Spannungsfeld von Inklusion und Ökonomisierung (S. 313-322). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
  • Kiel, E. & Weiß, S. (2016). Inklusion im Sekundarbereich. In I. Hedderich, G. Biewer, J. Hollenweger & R. Markowetz (Hrsg.), Handbuch Inklusion und Sonderpädagogik (S. 277-288). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
  • Kiel, E. & Weiß, S. (2015). Inklusion als Herausforderung für Lehrkräfte höherer Schulformen. In G. Biewer, E. T. Böhm & S. Schütz (Hrsg.), Inklusive Pädagogik in der Sekundarstufe (S. 164-178). Stuttgart: Kohlhammer.
  • Kiel, E. (Hrsg.) (2015). Inklusion im Sekundarbereich. Reihe Inklusion in Schule und Gesellschaft. Stuttgart: Kohlhammer.

Aufsätze in Zeitschriften

  • Weiß, S., Markowetz, K. & Kiel, E. (in press). How to teach students with moderate and severe intellectual disabilities in inclusive and special education settings: Teachers’ perspectives on skills, knowledge and attitudes. European Educational Research Journal.
  • Syring, M., Tillmann, T., Weiß, S. & Kiel, E. (2018). Positive Einstellung zur Inklusion - ablehnende Haltung zur Umsetzung in der Schule: Analyse des Widerspruchs durch Überprüfung eines aus der Heterogenitätsforschung adaptierten Messinstruments für die Inklusion an Lehramtsstudierenden. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 65 (3), 206-220.
  • Kiel, E. (2018). Inklusion. Die säkulare Religion. Cicero. Magazin für politische Kultur. Verfügbar unter: https://www.cicero.de/innenpolitik/inklusion-schule-religion-debatte-paedagogik-dogma-wissenschaft
  • Weiß, S., Markowetz, R. & Kiel, E. (2017). Multiprofessionelle Kooperation inner- und außerschulischer Akteure im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung – Die Sicht von Lehrkräften. Zeitschrift für Heilpädagogik, 68 (7), 316-328.
  • Kiel, E. (2016). Die Arbeit tun die anderen. Radikale Inklusion als politischer Machtanspruch?! Vierteljahresschrift für wissenschaftlichen Pädagogik, 92 (1), 99-120.
  • Schlotter, P., Weiß, S. & Kiel, E. (2014). Welche Hindernisse sind auf dem Weg zu inklusiven Schulen zu überwinden? Ein Blick auf den Vergleich der Anforderungen an Lehrer/innen von Regel- und Förderschulen. Gemeinsam leben – Zeitschrift für Inklusion, 22 (3), 174-182.