Lehrstuhl für Schulpädagogik
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Inklusionspädagogisches Grundlagenmodul - Forschungsschwerpunkt Inklusion im Sekundarbereich

Kurzbeschreibung

Am Lehrstuhl für Schulpädagogik wird derzeit ein inklusionspädagogisches Grundlagenmodul etabliert, das sich unmittelbar aus bestehenden (Forschungs)Desideraten ableitet. Inklusion bedeutet einen Bedarf zur Professionalisierung von Personal, vor allem von (angehenden) Lehrer/innen. Es werden forschungsgestützt Angebote für Studierende konzipiert, die fall- und szenario-orientiert gestaltet sind. Sie zeichnen sich durch einen konkreten Bezug zu realen schulischen Anforderungen und Problemstellungen aus. Folgende Schwerpunkte sind leitend für die Entwicklung:

  • Erhebung und Klärung des Anforderungsspektrums von Lehrenden in inklusiven Settings durch entsprechende Forschungen;
  • Einrichtung eines Angebots, um (angehende) Studierende früh an Inklusion und das damit verbundene Aufgabenprofil heranzuführen;
  • Entwicklung von Lehrkonzepten zur Einrichtung von inklusiven Settings, zu veränderten Unterrichtsformen und zur Interaktionen mit Schüler/innen mit Behinderung und Förderbedarf;
  • Erarbeitung von Maßnahmen im Umgang mit Belastungen und stressinduzierenden Situationen;
  • Heranführung besonders Studierender der Lehrämter Gymnasium und Realschule an die Inklusion.

Zur Umsetzung ist eine forschungsgestützte Entwicklung folgender Maßnahmen zur Stärkung der Thematik Inklusion in der Lehre geplant:

  • Lehreinheiten zu verschiedenen Aspekten der Inklusion, wie z.B. Heterogenität, Differenzierung, Lehrer-Schüler-Interaktion usw.;
  • Lehreinheiten speziell zum Umgang mit Belastung und stressinduzierenden Situationen;
  • Virtuelles Seminar zur Inklusion;
  • Lehrfilm zum Thema Inklusion, der in der universitären Ausbildung genutzt und darüber hinaus auch eingesetzt werden kann, um für Inklusion zu sensibilisieren.

Besonders im Sekundarbereich ist Inklusion sowohl in der Forschung als der schulischen Umsetzung vernachlässigt. Daher besteht im Rahmen des inklusionspädagogischen Grundlagenmoduls ein besonderer (Forschungs)Schwerpunkt im Bereich der Sekundarstufe. Erste Publikationen dazu liegen bereits vor. Diese adressieren vor allem schulische Herausforderungen der Inklusion in der Sekundarstufe, wie unter anderem das Fachlehrerprinzip, fach(wissenschaft)liche Orientierung, Kooperation von/mit (außer)schulischen Partnern, Übergang in Beruf/Studium usw.

Projektpartner

Münchener Zentrum für Lehrerbildung

Projektträger

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung"

 

Kontakt Inklusionspädagogisches Grundlagenmodul

Prof. Dr. Ewald Kiel  •  Nicole Sacher  •  Teresa Tillmann

nicole.sacher@edu.lmu.de


Kontakt Forschungsschwerpunkt "Inklusion in der Sekundarstufe"

Prof. Dr. Ewald Kiel  •  PD Dr. Sabine Weiß

sabine.weiss@edu.lmu.de


Literatur

  • Kiel, E. (Hrsg.) (2015). Inklusion im Sekundarbereich. Stuttgart: Kohlhammer.
  • Kiel, E. & Weiß, S. (2016). Inklusion im Sekundarbereich. In I. Hedderich, G. Biewer, J. Hollenweger & R. Markowetz (Hrsg.), Handbuch Inklusion und Sonderpädagogik (S. 277-288). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
  • Kiel, E. & Weiß, S. (2015). Inklusion als Herausforderung für Lehrkräfte höherer Schulformen. In G. Biewer, E. T. Böhm & S. Schütz (Hrsg.), Inklusive Pädagogik in der Sekundarstufe (S. 164-178). Stuttgart: Kohlhammer.
  • Kiel, E., Esslinger-Hinz, I. & Reusser, K. (2014). Allgemeine Didiaktik für eine inklusive Schule. Jahrbuch für Allgemeine Didaktik [Themenheft], 6.
  • Weiß, S. (2014). Was bedeutet Inklusion für das Anforderungsspektrum von Lehrerinnen und Lehrern in der Sekundarstufe? In E. Kiel (Hrsg.), Inklusion im Sekundarbereich (S. 16-38). Reihe Inklusion und Gesellschaft. Stuttgart: Kohlhammer.