Lehrstuhl für Schulpädagogik
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Schule für alle - Implementierung diversitätssensibler Maßnahmen (Förderphase 3)

Kurzbeschreibung

Im Fokus der dritten Förderphase von "Schule für alle" stehen die Weiterentwicklung, Evaluation, ggf. Modifikation und die dauerhafte Verankerung von bestehenden sowie die Entwicklung neuer Maßnahmen. Die bisher konzipierten Maßnahmen zu Schulentwicklung und virtuellen Angeboten (Lehrveranstaltung, Online-Plattform) sowie zur schulischen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund wurden in den Förderphasen 1 und 2 erarbeitet.

Insbesondere sollen folgende Maßnahmen in der nächsten Förderperiode initiiert bzw. durchführt werden:

  • Evaluation, Weiterentwicklung und Modifizierung des Online-Seminars „Interkulturelle Bildung und Schulentwicklung“ sowie die Verankerung des Seminars als verpflichtender Teil der Lehramtsausbildung. Die Weiterentwicklung des Seminars dient v.a. der Optimierung und Aktualisierung von Seminarinhalten sowie der Erprobung neuer Methoden, um angehende Lehrkräfte bestmöglich auf den Umgang mit migrationsbedingter Diversität und Differenz vorzubereiten.
  • Erweiterung des Webportals „Interkulturelle Schulentwicklung“ um eine moderierte Plattform sowie die stetige Aktualisierung und Weiterentwicklung bestehender Portalinhalte. Hierbei soll der Fokus stärker auf die Vernetzung der Akteure im Feld sowie den Austausch der Teilnehmenden zu relevanten Themen und Erfahrungen im Bereich interkultureller Schulentwicklung gelegt werden. Zur Förderung des kritischen, mehrperspektivischen Umgangs mit konkreten (Problem-)Situationen im interkulturellen Kontext soll der bereits bestehende Fundus an Fallinterpretationen und -lösungen erweitert sowie zur gemeinsamen Diskussion und Ergänzung genutzt werden.
  • Beratung und Begleitung von Schulen bei interkulturellen Schulentwicklungsprozessen: In diesem Rahmen sollen weitere Schulen, die ihre Strukturen und Praktiken hinsichtlich des Umgangs mit migrationsgesellschaftlichen Herausforderungen optimieren wollen, über einen Zeitraum von zwei Jahren begleitet werden. Dabei bietet es sich an, neben den bereits geförderten Schularten (Mittelschulen und Förderschulen) weitere Schularten (Grundschulen, Realschulen und Gymnasien) in den Prozess interkultureller Öffnung einzubeziehen, um das ganze Bildungsspektrum abzudecken.
  • Entwicklung von Publikationen sowie (Weiter-)Bildungsmaterialien für Lehr- und Fachkräfte zu den o.g. Themen und Fragestellungen: Geplant sind u.a. weitere Broschüren und Handreichungen zu mehrperspektivischer Fallarbeit und praxisorientierten Schulentwicklungsmethoden.
  • Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Deutschdidaktik und Didaktik des Deutschen als Zweitsprache sowie dem Münchner Zentrum für Lehrerbildung ist die Etablierung eines gemeinsamen Zertifikates für Lehramtsstudierende geplant, die eine gewisse Anzahl an ECTS-Punkten im Bereich „Interkulturelle Bildung“, „DaZ“ sowie „Inklusion“ erbringen.

Projektpartner

Landeshauptstadt München, Sozialreferat, Stelle für interkulturelle Arbeit  •  Lehrstuhl für Deutschdidaktik und Didaktik des Deutschen als Zweitsprache an der LMU München

Projektträger

EU_fördert_3Asyl-, Migrations-, Intregrations-Fonds (AMIF) der Europäischen Kommission, ausführend das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

 

Kontakt

Prof. Dr. Ewald Kiel • Dr. Jessica Lindner •  Prof. Dr. Sabine Weiß

sabine.weiss@edu.lmu.de

Literatur

  • Weiß, S., Lindner, J. & Kiel, E. (2024). Hard-to-reach schools? Discrimination experienced by parents with a migrant background. A participatory research approach. Pedagogy, Culture & Society. https://doi.org/10.1080/14681366.2024.2361853
  • Lindner, J., Scheuerer, V., Weiß, S. & Kiel, E. (2024). Gelingensbedingungen für die Eltern-Schule-Zusammenarbeit aus der Perspektive von Eltern mit Migrationsgeschichte. Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management, 9 (1), 24-37.
  • Weiß, S., Lindner, J. & Kiel, E. (2024). Transitionen, Selektionsentscheidungen und Bildungschancen. Die Perspektive von Eltern mit Migrationsgeschichte auf Übergänge in der Grundschule. Zeitschrift für Grundschulforschung, 17 (1), 165-182.
  • Weiß, S., Scharfenberg, J. & Kiel, E. (2023). How can multilingual classrooms succeed? An analysis of critical incidents. Journal of Language, Identity & Education, 22 (5), 445-462.
  • Schuler, R., Guadatiello, A., Scharfenberg, J., Weiß, S. & Kiel, E. (2022). Der Weg vom monolingualen Habitus zur diversitätssensiblen Schule – zentrale Ressourcen zur Ermöglichung von Teilhabe aus Sicht der Lehrpersonen. Zeitschrift für Deutsch im Kontext von Mehrsprachigkeit, 38 (1+2), 126-141.
  • Scharfenberg, J., Weiß, S. & Kiel, E. (2022). Die Rolle von Helfersystemen für die Schule der Migrationsgesellschaft: Gelingensbedingungen für sprachsensiblen Unterricht. Pädagogische Rundschau, 76 (2), 177-191.
  • Weiß, S., Scheuerer, V. & Kiel, E. (2021). Wie Lehrende über geflüchtete, traumatisierte Kinder und Jugendliche in der Schule berichten. Zeitschrift für Flucht- und Flüchtlingsforschung, 5 (2), 238-269.
  • Weiß, S., Scharfenberg, J., Wilczek, M. & Kiel, E. (2021). Wie konzeptualisieren Lehrende Unterricht in Hinblick auf sprachliche Diversität didaktisch? Eine Studie mit Critical Incidents in mehrsprachigen Grundschulklassen. Jahrbuch für Allgemeine Didaktik, 11, 70-87.
  • Schuler, R., Guadatiello, A., Weiß, S. & Kiel, E. (2021). Wie Lehrkräfte sprachbezogenes Lernen im mehrsprachigen Klassenzimmer wahrnehmen und gestalten. Critical Incidents zu Sprache(n) in der Schule. Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management, 6 (2), 138-152.
  • Kiel, E., Scharfenberg, J. & Weiß, S. (2020). Checkliste Interkulturelle Schule. München: Lehrstuhl für Schulpädagogik, LMU München.

Checkliste Interkulturelle Schule